Die Entwicklung von Youtube – Daten und Fakten

Youtube ist eine beliebte Social-Media Plattform auf der Videos publiziert und konsumiert werden. Die Plattform wurde am 14. Februar 2005 von Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegründet. Das erste jemals auf Youtube hochgeladene Video stammt von einem der Gründer selbst und trägt den Namen “Me at the zoo”. Der 18-sekündige Clip wurde am 23. April 2005 veröffentlicht und zeigt Jawed Karim vor dem Elefantengehege des San Diego Zoos.

Im Jahr 2006 kaufte Google Youtube für 1,31 Milliarden Euro auf. Seither ist Youtube eine Tochtergesellschaft von Google.
Die Geschäftsidee hinter der Plattform war neu, sodass sich schnell hohe Nutzerzahlen aufbauten. Allein im Jahr 2006 wurden 65.000 neue Videos hochgeladen. Die heutigen weltweiten monatlichen Nutzerzahlen liegen bei 1,9 Millionen. Zudem werden jede Minute etwa 400 Stunden an Videomaterial veröffentlicht.
Dieser Vergleich zeigt die Popularität der Plattform, welche wohl vor allem auf das einfache System zurückgeht.

So kann prinzipiell jede Person mit einem Google-Account als Creator auftreten und die eigenen Inhalte verbreiten. Dazu können sich diese einen eigenen Kanal erstellen. Für Youtuber und andere Content-Creator verschiedenster Social-Media-Plattformen ist auch die Bezeichnung “Influencer” geläufig, welche sich vom Englischen “influence” also “beeinflussen” ableitet. Der Begriff spielt dabei auf die öffentliche Präsenz sowie die Einflussnahme jener Persönlichkeiten an.
Für das Anschauen solcher Videos wird hingegen kein Account benötigt, wodurch Nutzern das schnelle Ansehen eines Videos ermöglicht wird. Für Interaktionen wie das Liken, Abonnieren und Kommentieren ist jedoch ein eigener Account vonnöten.

Da sich Youtube bereits zu seiner Anfangszeit großer Beliebtheit erfreute und keine Konkurrenz zu fürchten hatte, startete im August 2007 das Youtube-Partnerprogramm. Seither konnten die Videos ausgewählter Partner in den USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Australien und Irland für Werbezwecke genutzt werden. In Deutschland startete das Partnerprogramm im Juni 2008.

Geld verdienen mit dem Youtube-Partnerprogramm

Seit ihrer Gründung hat sich die Plattform immer wieder gewandelt und weiterentwickelt. So wurden beispielsweise das Design und die Benutzeroberfläche regelmäßig angepasst. Genauso wurden neue Funktionen hinzugefügt, während alte teilweise verschwanden. So wurde auch das Partnerprogramm von Youtube eingeführt.
Damit bietet Youtube Influencern eine Option, um mit den eigenen Inhalten Geld zu verdienen. Dass das möglich ist, ist am Beispiel großer deutscher oder internationaler Influencer zu beobachten, die von ihren mit Youtube erwirtschafteten Einnahmen leben können. Solche Personen betreiben Youtube bzw. das Influencer-Marketing als Vollzeitjob.

Das Prinzip hinter dem Partnerprogramm ist recht simpel. Creator, die Teil des Partnerprogrammes sind, können auf ihre Videos Werbung schalten, sodass diese beim Abspielen an bestimmten Zeitpunkten durch eine Werbeeinblendung unterbrochen werden. Dafür, dass solche Werbungen auf der Plattform gezeigt werden, erhält Youtube von den jeweiligen Werbepartnern Geld, wovon der Konzern einen Teil einbehält. Ein Anteil dieser Einnahmen wird aber auch an den jeweiligen Creator weitergegeben, auf dessen Video Werbung geschaltet wurde.

Um sich erfolgreich für das Youtube-Partnerprogramm zu qualifizieren, um so auch die eigenen Videos monetarisieren zu können, müssen Bewerber bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Zunächst einmal ist diese Funktion nur für volljährige Youtuber mit mehr als 1000 Abonnenten verfügbar. Zudem muss der Kanal für die vergangenen 12 Monaten mindestens 4000 Stunden Watchtime, also Wiedergabezeit aufweisen.
Durch diese Regelungen wird sichergestellt, dass nur Videos von Kanälen, die auch eine bestimmte Reichweite haben, monetarisiert werden. Werbepartner möchten schließlich auch, dass ihre Werbung gesehen wird.

Des Weiteren darf nur eigener Content mit Werbung beschaltet werden. So soll verhindert werden, dass mit Filmausschnitten, Musik oder anderen Inhalten, an denen man keine Rechte hat, Geld verdient wird.
In der Bewerbungsphase für das Partnerprogramm wird der jeweilige Kanal von Youtube bewertet und eingestuft. Enthält dieser fremde Inhalte, wirkt sich dies negativ auf die Teilnahme am Partnerprogramm aus. Ist man bereits Youtube-Partner, sorgt das sogenannte Content-ID System zur Identifizierung solcher Inhalte. Die ursprünglichen Urheberrechtsinhaber haben so die Möglichkeit das Video sperren zu lassen oder zu “claimen”, d. h. die Einnahmen, die mit ihrem Video gemacht wurden, bzw. werden, zu beanspruchen.

Zuletzt müssen die hochgeladenen Inhalte den Community-Richtlinien und den Richtlinien für werbefreundliche Inhalte entsprechen.
In diesen Richtlinien ist festgelegt, welche Inhalte auf Youtube verboten sind, wie bei Zuwiderhandlungen verfahren wird und welche Inhalte monetarisierbar sind.
So sind beispielsweise unter anderem pornografische Inhalte, Inhalte die zu Gewalt oder Hass gegen Einzelpersonen oder Gruppen aufrufen und Inhalte, die das emotionale und körperliche Wohlbefinden Minderjähriger gefährden verboten.
Videos, die bestimmte Themen adressieren oder gewisse Inhalte zeigen, sind nur eingeschränkt oder gar nicht monetarisierbar.

Dazu zählen Inhalte mit anstößigen oder unangemessenen Ausdrücken, Gewalt, Aufhetzung und Erniedrigung, kontroversen Themen und sensiblen Ereignissen oder mit schädlichen oder gefährlichen Inhalten. Auch Inhalte mit Bezug auf Tabak, Drogen oder Schusswaffen
sind nicht werbefreundlich. Außerdem gelten Inhalte mit nicht jugendfreien Themen bei Familieninhalten und Inhalte speziell für Erwachsene als nicht oder nur eingeschränkt monetarisierbar.
Das liegt daran, dass die Werbepartner, die mit Youtube kooperieren, ihre Werbung nicht auf negativ behaftete Inhalte schalten möchten. Denn negative Assoziationen mit dem entsprechenden Youtube-Video können auch Einfluss auf die Effektivität der Werbung und den Ruf des Unternehmens haben. Um somit keine Werbepartner zu verlieren, werden entsprechende Inhalte demonetarisiert, sodass sich damit kein Geld mehr verdienen lässt.

Der Youtube-Algorithmus – Die Bedeutung von Klicks und Abonnenten

Die Aufrufzahlen, Kommentare und Like-Dislike Verhältnisse von Videos sowie die Anzahl der Abonnenten eines Kanales dienen nicht nur zum Abbilden des Interesses und der Meinung der Zuschauer. Vielmehr haben sie Einfluss auf den Algorithmus, der Youtube-Videos und Kanäle vorschlägt und promotet. Hohe Aufrufzahlen, lange Watchtime und viele Likes machen ein gutes Video aus. Zudem können Kommentare und die Anzahl der Abonnenten die Relevanz steigern. Dadurch werden Videos oder Kanäle öfter vorgeschlagen oder können sich in den Youtube-Trends platzieren.
Insgesamt ist also jegliche Interaktion auf ein Video vorteilhaft, da diese die Chancen für mehr Reichweite und Abonnenten steigert.

Gleichzeitig hat die Reichweite der Videos auch Einfluss auf die Höhe der Einnahmen, die durch die Monetarisierung anfallen. Denn Influencer mit großer Reichweite haben ein deutlich größeres Publikum, sodass auch mehr Personen die geschaltete Werbung sehen.

Ab einer bestimmten Größe – bemessen an Abonnenten, Klicks und Likes – besteht zudem die Chance, dass man von Unternehmen oder Firmen direkt kontaktiert wird. So können beispielsweise Product-Placements oder anderweitige bezahlte Werbungen realisiert werden. Auch die Einnahmen solcher Angebote richten sich nach der Reichweite und Relevanz eines Youtubers.
Diese Art der Medienpräsenz ist für Werbetreibende äußerst zweckdienlich, da so bestimmte Zielgruppen direkt angesprochen werden können.

Klicks, Abonnenten und andere Interaktionen haben somit einen großen Einfluss auf den finanziellen Erfolg eines Influencers. Zur Einsicht und Nachverfolgung dieser Faktoren bietet Youtube den Kanalinhabern ein Statistik-Tool, die Youtube-Analytics.

Klicks und Abonnenten kaufen

Aller Anfang ist schwer – das gilt auch für Youtube. Startet man einen neuen Kanal, ist es zu Beginn sehr kompliziert Aufmerksamkeit zu bekommen.
In diesem Fall kann der Kauf von Klicks, Abonnenten, Watchtime, Likes, AdViews oder Kommentaren helfen.

Je nach Budget kann man sich sein persönliches Angebot aussuchen. Mit gekauften Interaktionen gibt man zwar erst einmal Geld aus, anstatt welches einzunehmen, jedoch verhilft der Algorithmus einem so zu mehr Reichweite. Dadurch kommen dann auch andere Zuschauer auf den Kanal, die “echte”, bzw. nicht gekaufte Interaktionen ausführen.
Außerdem können einem höhere Zahlen zu besseren Werbedeals verhelfen.

Youtube Abonnenten zu kaufen kann jedoch auch von Youtube gebannt werden, wenn der Algorithmus dies erkennt. Daher sollte beim Youtube Klicks kaufen sowie beim Kauf anderer Interaktionen darauf geachtet werden, dass man auf einen seriösen Anbieter zurückgreift.

Vertreten durch die IT-Recht Kanzlei